Kurzmitteilungen

  • Rettungsschiff Sea-Watch 5 unter Beschuss

    Rettungsschiff Sea-Watch 5 unter Beschuss

    Geändert am 21. Mai 2026

    Am Montag, dem 11. Mai, gegen 11 Uhr, unmittelbar nachdem die Besatzung des Rettungsschiffes Sea-Watch 5 etwa 90 Menschen aus Seenot gerettet hatte, begann ein Patrouillenboot der sogenannten libyschen Küstenwache mit scharfer Munition auf das Schiff zu feuern und versuchte, es nach Libyen zu entführen.

    Mehr dazu auf der Website von Sea-Watch

  • 47 Menschen von verlassener Ölplattform evakuiert

    47 Menschen von verlassener Ölplattform evakuiert

    Geändert am 24. April 2026

    Am Abend des 21. Aprils fand die NADIR, das Beobachtungsschiff der deutschen NGO RESQSHIP, 47 Personen, die auf einer Ölplattform festsaßen. Die Menschen waren etwa 10 Stunden zuvor auf der verlassenen Ölpattform Didon in der libyschen Such- und Rettungszone gestrandet. Noch während die Crew die Evakuierung vorbereitete, traf ein Schnellboot der sogenannten libyschen Küstenwache ein. In den letzten Monaten haben sich zivile Rettungsakteure wiederholt in Situationen gewaltvoller Konfrontationen mit den Milizen wiedergefunden. Glücklicherweise konnte die Evakuierung von der Ölplattform zur NADIR ungehindert und sicher stattfinden.

    Mehrfach fanden in den letzten Wochen und Monaten Evakuierungen von Flüchtenden statt, die auf verlassenen oder aktiven Ölplattformen im Mittelmeer gestrandet waren.

    »Es ist unerträglich zu wissen, dass Personen – darunter viele Kinder und Schwangere – stundenlang auf einem solchen Gerüst ausharren. Auf diesen Plattformen sind sie schutzlos Wind und Wetter ausgesetzt. Sie klammern sich an die bloße Hoffnung, gefunden zu werden. Und das nur, weil die EU sie nicht einreisen lässt!«

    Francesca Renon, Ärztin an Bord der NADIR

    Kurz nach Abschluss der Evakuation erhielt die NADIR einen Notruf von der zivilen Hotline Alarm Phone über einen weiteren Seenotfall in tunesischen Gewässern. In Absprache mit den zuständigen tunesischen Behörden, konnte die NADIR um vier Uhr morgens die Menschen in Seenot auf einem kleinen Holzboot finden. Während die Crew die Evakuierung der 24 Menschen vorbereitete, näherte sich unvermittelt ein weiteres Boot – auch dieses seeuntauglich. Die Crew der NADIR nahm auch diese weiteren 19 Personen an Bord

    »Momentan liegen die meisten zivilen Rettungsschiffe festgesetzt in italienischen Häfen. Gleichzeitig erleben wir den tödlichsten Jahresauftakt seit Beginn der Aufzeichnungen. Dass wir heute Nacht in drei Einsätzen hintereinander Unterstützung leisten mussten, verdeutlicht umso mehr, wie dringend unsere Arbeit auf der Fluchtroute gebraucht wird.«

    Lina von Dobschütz, Vorstandsmitglied von RESQSHIP

    Mit 90 Personen an Bord machte sich die Crew NADIR in den frühen Morgenstunden auf den direkten Weg nach Lampedusa, dem zugewiesenen sicheren Hafen. Am frühen Abend konnten dort alle Überlebenden sicher an Land gehen – darunter eine Schwangere, mehrere Minderjährige, zwei Kleinkinder und ein Baby.

  • Resqship segelt wieder

    Resqship segelt wieder

    Geändert am 6. April 2026

    Die NADIR bricht auf und setzt die Segel in Richtung des Einsatzgebiets im zentralen Mittelmeer. Auch dieses Jahr werden zehn Crews in zehn Einsätzen Menschen in Seenot unterstützen. Mehr dazu auf der Website oder im Newsletter von Resqship.

    Ein dazu passender Artikel findet sich im nd vom 4. April: „Libyen foltert, die EU zahlt …“

  • Tod vor Chios

    Tod vor Chios

    Geändert am 24. April 2026

    Der folgende Text ist eine Übersetzung eines Textes des griechischen Recherche-Netzwerks „Solomon“. Es geht um einen schweren Unfall am 3. Februar 2026 for der griechischen Küste.

    Die See war ruhig vor der Kollision in der Nacht des 3. Februar. Der Mond war gerade zum Vollmond geworden, und ein kleines Schlauchboot mit fast 40 Personen näherte sich der Küste der griechischen Insel Chios.

    (mehr …)
  • Sander Damm Nr. 5

    Sander Damm Nr. 5

    Geändert am 24. April 2026

    Die Sozialbehörde beabsichtigt, zur Schaffung von weiterhin dringend erforderlichen Plätzen zur Unterbringung von Asyl- und Schutzsuchenden eine befristete Unterkunft

    Bild: Bezirksamt Bergedorf

    Am 5. Februar 2026 wird das Bezirksamt Bergedorf von der Sozialbehörde angeschrieben und von der „Errichtung und Inbetriebnahme eines Interimsstandortes“ unterrichtet.

    Dieses Schreiben enthält viele Planungsdetails

    • Standort
    • Betreiber
    • Beschulung
    • Kita-Besuch
    • Sozialräumliche Angebote
    • Medizinische Versorgung
    • Lageplan
    • Stellplatz der Wohncontainer
    • Grundrisse

    All diese Details können hier eingesehen werden.

  • Unterkunft „An der Twiete“

    Unterkunft „An der Twiete“

    Geändert am 11. April 2026

    Mehr als 250 geflüchtete Menschen leben in einer Containersiedlung mitten in Lohbrügge. Es gibt sogar eine Art Willkommens-Kultur.

    Muss man sich um die kümmern?

    Tatsächlich haben viele Organisationen und Menschen „Ja!“ gesagt.

    Im September 2025 wurde zu einem Infoabend eingeladen und seitdem trifft sich regelmäßig unregelmäßig eine Gruppe Menschen, die ein Willkommensfest im Sommer 2026 organisieren möchte.