Kurzmitteilungen

  • GEAS = GemeinsamesEuropäisches AbschottungsSystem!

    GEAS = GemeinsamesEuropäisches AbschottungsSystem!

    Geändert am 13. Juni 2026

    Ein Flyer von Pro Asyl

    Ein Text der Initiative „Solistadt Hamburg“:

    Aus dem „Gemeinsamen Europäischen AsylSystem“ wird ab 12.6.2026 ein 
    Gemeinsames Europäisches AbschottungsSystem!

    Der 20. Juni ist der alljährliche World Refugee Day. Er ist den rund 120 Millionen Menschen auf der Flucht gewidmet.

    In diesem Jahr „feiert“ Deutschland diesen Tag auf seine Art: Die Innenminister treffen sich in Hamburg, um zu beraten, wie die Verschärfung der EU-Abschottungspolitik im Rahmen des sogenannten „GEAS“ (Gemeinsames Europäisches Asylsystem) in Deutschland umzusetzen sei.

    Solidaritäts-Aktionen für Flüchtende und Geflüchtete im Juni 
    bis zum World Refugee Day:

    Samstag,  6. Juni, 16 Uhr, Harburger Rathausplatz
    Bündnis „Abolish Schlachthofstraße“ ruft auf:

    Seit Oktober 2025 demonstrieren Bewohner*innen sowie Aktivist*innen für die Schließung der Geflüchtetenunterkunft in der Schlachthofstraße in Hamburg-Harburg. Neben kleinen, oberflächlichen Veränderungen hat sich in der Notunterkunft nicht gebessert: Lärm, Enge, fehlende Privatsphäre, keine Selbstbestimmung, Besuchsverbot und Drangsalierung durch den Sicherheitsdienst sind Alltag. Geflüchtete müssen teilweise bis zu zwei Jahre ausharren, obwohl per Gesetz nur 6 Monate erlaubt sind. Diese Zustände sind nicht akzeptabel! 
    Wir fordern die Schließung des Camps Schlachthofstraße und eine dezentrale und gerechte Unterbringung der Bewohner*innen. Der Druck auf die Politik sowie die mediale Aufmerksamkeit muss aufrechterhalten werden. Wir stehen an der Seite der mehr als 300 Menschen im Camp! Die Menschen in der Schlachthofstraße haben sich gegen die Bedingungen im Camp stark gemacht. Trotz Abhängigkeit, trotz Angst, trotz der vulnerablen Situation. Das braucht unsere Solidarität und unsere volle Unterstützung. 
    Deshalb demonstrieren wir am 06.06.2026 gemeinsam! Beginnend mit einer Kundgebung am Harburger Rathausplatz um 16 Uhr ziehen wir durch die Harburger Innenstadt und enden mit einer Kundgebung vor dem Camp Schlachthofstraße. Schließt euch uns an! Bezahlbares und menschenwürdiges Wohnen in Hamburg kann für alle Menschen möglich sein, wenn der politische Wille da ist. Hamburg kann das besser. Wir fordern: Bleiberecht, Bewegungsfreiheit und Selbstbestimmung für alle! Dezentrale Unterbringung statt Massenunterkünfte – ein Ende für Hamburgs katastrophalste Geflüchtetenunterkunft!

    Sonntag,  7. Juni, 12 Uhr, Marktplatz Glückstadt
    „Glasmoorgruppe“ ruft auf:

    5 Jahre Knast – 5 Jahre Entrechtung, Gewalt und Isolation
    Abschiebeknäste abreißen!
    Regelmäßig berichten Gefangene von katastrophalen Haftbedingungen,
    unzureichender medizinischer Versorgung und enormem psychischen Druck aufgrund der drohenden Abschiebung. Wer unbequem ist oder protestiert, wird in eine Isolationszelle gesteckt. Der Abschiebeknast ist ein Instrument der Kriminalisierung von Flucht. Wir
    stellen uns gegen eine Politik, die Mauern baut, Menschen entrechtet und Bewegungsfreiheit von Pässen und Geburtsorten abhängig macht.
    Wir stehen an der Seite aller Inhaftierten und tragen ihren Widerstand
    nach draußen. Jeder Hungerstreik, jeder Protest und jeder Ausbruchsversuch zeigt: Die Menschen im Knast akzeptieren ihre Gefangenschaft nicht. Solange dieses Gefängnis
    existiert, kämpfen wir für die Freiheit aller Inhaftierten.
    Kommt zur überregionalen Demonstration gegen den Abschiebeknast am 7. Juni 2026! Reißen wir die Mauern der Isolation nieder und zeigen wir den Gefangenen: Ihr seid nicht allein!

        Mittwoch,  17. Juni, Heidi-Kabel-Platz, Hamburg-Hauptbahnhof
    anlässlich der Innenministerkonferenz in Hamburg
    rufen „Jugendliche ohne Grenzen“ und ein breites Bündnis auf:

    Hände weg vom Asylrecht – Bleiberecht für alle!

    Unsere Rechte sind nicht verhandelbar! Gegen die rassistische Politik der Innenminister*innenkonferenz in Hamburg.
    Vom 17. bis 19. Juni 2026 tagt die Innenminister*innenkonferenz (IMK) in Hamburg. Hinter verschlossenen Türen planen die Minister*innen weitere Einschnitte in die Teilhabe und Selbstbestimmung geflüchteter Menschen. Während sie über „Obergrenzen“ und „Effizienz“ reden, meinen sie in Wahrheit: Ausgrenzung, Entrechtung und Kontrolle. 
    Besonders die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) zeigt die tiefgreifenden Folgen dieser restriktiven Politik: Europa riegelt sich ab, interniert Menschen an den Außengrenzen und hebelt das individuelle Recht auf Asyl faktisch aus. Wir lassen nicht zu, dass Entrechtung zum europäischen Standard wird! 
    Auch in Deutschland wird der Druck massiv verschärft: Mit der Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte wurde vielen von uns die Hoffnung auf ein Leben mit unseren Familien geraubt. Gleichzeitig werden uns Steine in den Weg gelegt, wo es nur geht. Man wirft geflüchteten Menschen vor, nicht zu arbeiten, während man uns gleichzeitig mit Arbeitsverboten belegt und den Zugang zu Bildung blockiert. 

    Wir, Jugendliche ohne Grenzen (JoG)*, halten dagegen! Wir sind die Betroffenen dieser Politik, doch wir werden nicht gefragt. Deshalb tragen wir unseren Protest auf die Straße. Wie jedes Jahr begleiten wir zusammen mit einem breiten Bündnis aus NGOs und aktivistischen sowie zivilgesellschaftlichen Organisationen aus der ganzen Bundesrepublik die IMK mit unseren Forderungen.

    Wir fordern von der IMK:

    1. Schluss mit der Lagerpflicht! 
    Wohnen ist ein Menschenrecht. Wir fordern die sofortige Schließung von Massenunterkünften und AnkER-Zentren. Diese Lager isolieren uns, machen krank und dienen allein der Abschiebelogik. Lager sind keine Orte für Kinder – und auch keine Orte für Erwachsene. Wir fordern dezentrale Unterbringung in Wohnungen und ein Leben innerhalb der Gesellschaft!

    2.Bleiberecht statt Angst!
    Schluss mit Kettenduldungen und der ständigen Drohung der Abschiebung. Immer wieder werden Kinder und Jugendliche sogar aus ihren Schulklassen gerissen oder vom Ausbildungsplatz abgeholt. Die Angst davor hindert uns daran, zu lernen und anzukommen. Wir fordern ein bedingungsloses und dauerhaftes Bleiberecht für alle, die hier leben, sowie ein Rückkehrrecht für unsere abgeschobenen Freund*innen. Unsere Zukunft darf nicht von Paragrafen abhängen, die uns die Hoffnung rauben. 

    3.Weg mit dem Asylbewerberleistungsgesetz & der Bezahlkarte!
    Das AsylbLG ist ein rassistisches Sondergesetz, das uns kleinhalten soll. Die Einführung der Bezahlkarte ist ein reines Kontrollinstrument, das uns bevormundet und diskriminiert. Vieles – wie Beiträge für den Sportverein oder das Büchergeld in der Schule – können wir mit der Karte nicht zahlen. Wir fordern soziale Gleichheit: Bargeld statt Gutscheine oder Karten! Gleiche soziale Rechte für alle Menschen, die hier leben! 

    Kommt zur Demo am 17. Juni! Die Innenminister*innen wollen uns unsichtbar machen – wir machen uns unüberhörbar. Gemeinsam gegen die Kriminalisierung von Migration und für eine solidarische Gesellschaft. 
    Kein Mensch ist illegal! Bleiberecht überall!

  • Wohnunterkunft IZW Rappoltweg

    Wohnunterkunft IZW Rappoltweg

    Geändert am 9. Juni 2026

    Es ist noch nicht viel zu sehen auf der Interseite des Bezirksamts, das entspricht dem Baufortschritt der neuen Wohnunterkunft (siehe oben).

    Allerdings wurde schon ein Flyer in Umlauf gebracht, der zu einer Informationsveranstaltung einlädt:

  • Rettungsschiff Sea-Watch 5 unter Beschuss

    Rettungsschiff Sea-Watch 5 unter Beschuss

    Geändert am 21. Mai 2026

    Am Montag, dem 11. Mai, gegen 11 Uhr, unmittelbar nachdem die Besatzung des Rettungsschiffes Sea-Watch 5 etwa 90 Menschen aus Seenot gerettet hatte, begann ein Patrouillenboot der sogenannten libyschen Küstenwache mit scharfer Munition auf das Schiff zu feuern und versuchte, es nach Libyen zu entführen.

    Mehr dazu auf der Website von Sea-Watch

  • 47 Menschen von verlassener Ölplattform evakuiert

    47 Menschen von verlassener Ölplattform evakuiert

    Geändert am 24. April 2026

    Am Abend des 21. Aprils fand die NADIR, das Beobachtungsschiff der deutschen NGO RESQSHIP, 47 Personen, die auf einer Ölplattform festsaßen. Die Menschen waren etwa 10 Stunden zuvor auf der verlassenen Ölpattform Didon in der libyschen Such- und Rettungszone gestrandet. Noch während die Crew die Evakuierung vorbereitete, traf ein Schnellboot der sogenannten libyschen Küstenwache ein. In den letzten Monaten haben sich zivile Rettungsakteure wiederholt in Situationen gewaltvoller Konfrontationen mit den Milizen wiedergefunden. Glücklicherweise konnte die Evakuierung von der Ölplattform zur NADIR ungehindert und sicher stattfinden.

    Bild: Erica Varone | RESQSHIP

    Mehrfach fanden in den letzten Wochen und Monaten Evakuierungen von Flüchtenden statt, die auf verlassenen oder aktiven Ölplattformen im Mittelmeer gestrandet waren.

    »Es ist unerträglich zu wissen, dass Personen – darunter viele Kinder und Schwangere – stundenlang auf einem solchen Gerüst ausharren. Auf diesen Plattformen sind sie schutzlos Wind und Wetter ausgesetzt. Sie klammern sich an die bloße Hoffnung, gefunden zu werden. Und das nur, weil die EU sie nicht einreisen lässt!«

    Francesca Renon, Ärztin an Bord der NADIR

    Kurz nach Abschluss der Evakuation erhielt die NADIR einen Notruf von der zivilen Hotline Alarm Phone über einen weiteren Seenotfall in tunesischen Gewässern. In Absprache mit den zuständigen tunesischen Behörden, konnte die NADIR um vier Uhr morgens die Menschen in Seenot auf einem kleinen Holzboot finden. Während die Crew die Evakuierung der 24 Menschen vorbereitete, näherte sich unvermittelt ein weiteres Boot – auch dieses seeuntauglich. Die Crew der NADIR nahm auch diese weiteren 19 Personen an Bord

    »Momentan liegen die meisten zivilen Rettungsschiffe festgesetzt in italienischen Häfen. Gleichzeitig erleben wir den tödlichsten Jahresauftakt seit Beginn der Aufzeichnungen. Dass wir heute Nacht in drei Einsätzen hintereinander Unterstützung leisten mussten, verdeutlicht umso mehr, wie dringend unsere Arbeit auf der Fluchtroute gebraucht wird.«

    Lina von Dobschütz, Vorstandsmitglied von RESQSHIP

    Mit 90 Personen an Bord machte sich die Crew NADIR in den frühen Morgenstunden auf den direkten Weg nach Lampedusa, dem zugewiesenen sicheren Hafen. Am frühen Abend konnten dort alle Überlebenden sicher an Land gehen – darunter eine Schwangere, mehrere Minderjährige, zwei Kleinkinder und ein Baby.

  • Resqship segelt wieder

    Resqship segelt wieder

    Geändert am 6. April 2026

    Die NADIR bricht auf und setzt die Segel in Richtung des Einsatzgebiets im zentralen Mittelmeer. Auch dieses Jahr werden zehn Crews in zehn Einsätzen Menschen in Seenot unterstützen. Mehr dazu auf der Website oder im Newsletter von Resqship.

    Ein dazu passender Artikel findet sich im nd vom 4. April: „Libyen foltert, die EU zahlt …“

  • Tod vor Chios

    Tod vor Chios

    Geändert am 24. April 2026

    Der folgende Text ist eine Übersetzung eines Textes des griechischen Recherche-Netzwerks „Solomon“. Es geht um einen schweren Unfall am 3. Februar 2026 for der griechischen Küste.

    Die See war ruhig vor der Kollision in der Nacht des 3. Februar. Der Mond war gerade zum Vollmond geworden, und ein kleines Schlauchboot mit fast 40 Personen näherte sich der Küste der griechischen Insel Chios.

    (mehr …)
  • Sander Damm Nr. 5

    Sander Damm Nr. 5

    Geändert am 24. April 2026

    Die Sozialbehörde beabsichtigt, zur Schaffung von weiterhin dringend erforderlichen Plätzen zur Unterbringung von Asyl- und Schutzsuchenden eine befristete Unterkunft

    Bild: Bezirksamt Bergedorf

    Am 5. Februar 2026 wird das Bezirksamt Bergedorf von der Sozialbehörde angeschrieben und von der „Errichtung und Inbetriebnahme eines Interimsstandortes“ unterrichtet.

    Dieses Schreiben enthält viele Planungsdetails

    • Standort
    • Betreiber
    • Beschulung
    • Kita-Besuch
    • Sozialräumliche Angebote
    • Medizinische Versorgung
    • Lageplan
    • Stellplatz der Wohncontainer
    • Grundrisse

    All diese Details können hier eingesehen werden.

  • Unterkunft „An der Twiete“

    Unterkunft „An der Twiete“

    Geändert am 9. Juni 2026

    Mehr als 250 geflüchtete Menschen leben in einer Containersiedlung mitten in Lohbrügge. Es gibt sogar eine Art Willkommens-Kultur.

    Muss man sich kümmern?

    Tatsächlich haben viele Organisationen und Menschen „Ja!“ gesagt.

    Im September 2025 wurde zu einem Infoabend eingeladen und seitdem trifft sich regelmäßig unregelmäßig eine Gruppe Menschen, die ein Willkommensfest im Sommer 2026 organisieren möchte.